Kunden, Bestellungen und Produkte verstehen
Viele Funktionen in Brieftaube verwenden nicht nur einen einzelnen Datensatz. Eine Nachkauf-Erinnerung benötigt zum Beispiel den Kunden als Empfänger, eine Bestellung als zeitlichen Bezug und ein Produkt für den Inhalt des Briefes. Deshalb ist es hilfreich zu verstehen, wie diese Daten zusammengehören.
Kunden: Wer soll den Brief erhalten?
Der Kundendatensatz bildet die Grundlage für die Zuordnung einer Person. Er kann unter anderem Name, Kontaktangaben, Tags, Bestellanzahl, Gesamtumsatz und gespeicherte Adressen enthalten. Für den tatsächlichen Versand reicht ein vorhandener Name allein nicht aus - es muss eine geeignete postalische Anschrift verfügbar sein.
Ein Kunde kann mehrere Adressen und mehrere Bestellungen besitzen. Welche Adresse im konkreten Versand verwendet wird, muss deshalb in der Empfängerprüfung und in der Briefvorschau kontrolliert werden.
Bestellungen: Was und wann wurde gekauft?
Eine Bestellung enthält den Kaufzeitpunkt, den Wert, die Währung und die bestellten Positionen. Sie kann außerdem eine Lieferanschrift enthalten, die von der Standardadresse des Kunden abweicht. Bestellungen sind besonders wichtig für zeitbasierte Flows und für Briefe, die sich auf einen konkreten Kauf beziehen.
- Bestellnummer für eine persönliche Referenz im Brief
- Bestelldatum als Ausgangspunkt für Wartezeiten oder Nachkaufintervalle
- Bestellwert und Währung für Segmente oder Personalisierung
- bestellte Positionen für dynamische Produktdarstellungen
- Kunden- und Adresszuordnung für die Empfängerprüfung
Produkte: Was soll im Brief gezeigt werden?
Produkte liefern Titel, Bilder, Varianten und weitere Merkmale für den Brief. Ein Produkt aus dem aktuellen Shopify-Katalog ist nicht immer identisch mit der historischen Bestellposition: Titel, Preis, Bild oder Verfügbarkeit können sich seit dem Kauf geändert haben.
Wenn du ein zuletzt bestelltes Produkt anzeigen möchtest, prüfe deshalb sowohl die Bestellzuordnung als auch die aktuell verfügbare Produktdarstellung. Bei mehreren Positionen muss die im Editor angebotene Auswahlregel eindeutig sein.
Ein einfaches Beispiel
Beispiel: Maria Muster ist der Kunde. Ihre Bestellung #1042 vom 12. August ist die Bestellung. „Vitamin-D-Test“ ist eine bestellte Position und zugleich mit einem Shopify-Produkt verknüpft. Ein Nachkauf-Flow kann den Zeitraum seit Bestellung #1042 verwenden, Maria anschreiben und das passende Produktbild in den Brief einsetzen. |Welche Ebene wird wofür verwendet?
Frage | Wichtigste Datenquelle | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
Wer? | Kunde und Anschrift | Empfänger, Name, Anrede, Kundensegment |
Wann? | Bestellung und Ereignisdatum | Wartezeit, letzter Kauf, Erstkauf, Reaktivierung |
Was? | Bestellposition und Produkt | gekauftes Produkt, Produktbild, Empfehlung, Cross-Sell |
Wie viel? | Bestell- und Kundensummen | VIP-Segment, Mindestwert, Umsatzbezug |
Typische Sonderfälle
- Gastbestellung: Die Bestellung kann vorhanden sein, obwohl die Kundenzuordnung anders oder unvollständig ist.
- Mehrere Anschriften: Standardadresse und Lieferanschrift können voneinander abweichen.
- Mehrere Währungen: Werte sollten immer zusammen mit der zugehörigen Währung verwendet werden.
- Gelöschtes oder geändertes Produkt: Eine historische Bestellposition kann bestehen bleiben, obwohl das aktuelle Produkt verändert wurde.
- Variante ohne eigenes Bild: Die Darstellung kann auf das Hauptproduktbild zurückfallen oder unvollständig sein - maßgeblich ist die Vorschau.
- Unvollständiger Name oder unvollständige Anschrift: Der Kunde kann trotz vorhandener Bestellung vom Briefversand ausgeschlossen werden.
Vor jedem Versand prüfen
- Ist der richtige Kunde ausgewählt?
- Ist die sichtbare Versandanschrift vollständig und plausibel?
- Bezieht sich der Brief auf die richtige Bestellung?
- Wird das gewünschte Produkt beziehungsweise die richtige Variante angezeigt?
- Sind Datums-, Wert- und Währungsangaben verständlich formatiert?
- Greift bei fehlenden Produktdaten ein passender Fallback?
Aktualisiert am: 21/08/2026
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